Eine durchdachte Beleuchtungsplanung ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Elektroinstallation. Die richtige Anzahl und Verteilung von Lichtkreisen, passende Schaltungsarten und die korrekte Dimensionierung von LED-Treibern sorgen für Komfort, Energieeffizienz und Sicherheit.
Plane die Beleuchtung frühzeitig gemeinsam mit dem Raumkonzept. Nachträgliche Änderungen an Lichtschalter-Positionen oder zusätzlichen Deckenauslässen sind aufwändig und teuer.
Lichtkreise sollten sorgfältig geplant werden, um eine gleichmäßige Auslastung und flexible Steuerung zu gewährleisten.
Die DIN EN 12464-1 gibt Mindest-Beleuchtungsstärken für verschiedene Bereiche vor. Für Wohnräume gelten diese als Richtwerte für eine angenehme Ausleuchtung.
| Raum | Empf. Lux | Hinweise |
|---|---|---|
| Wohnzimmer | 300 lx | Dimmbare Allgemeinbeleuchtung + Akzentlicht empfohlen |
| Küche | 500 lx | Arbeitsflächen-Beleuchtung unter Oberschränken zusätzlich einplanen |
| Badezimmer | 300 lx | Spiegelbeleuchtung separat, Schutzbereiche beachten |
| Schlafzimmer | 200 lx | Leselampen an Bettseiten separat schaltbar |
| Arbeitszimmer | 500 lx | Blendfreie Arbeitsplatzbeleuchtung nach DIN EN 12464-1 |
| Flur / Treppenhaus | 100 lx | Bewegungsmelder oder Taster-Schaltung sinnvoll |
Je nach Raumgröße und Zugangssituation kommen unterschiedliche Schaltungsarten zum Einsatz. Die Wahl der richtigen Schaltung beeinflusst den Verkabelungsaufwand und den Bedienkomfort.
Die einfachste Schaltung: Ein Schalter steuert eine Leuchte. Geeignet für kleine Räume mit nur einem Zugang wie Abstellkammern, Gäste-WC oder Kellerräume.
Zwei Schalter steuern eine Leuchte – ideal für Räume mit zwei Zugängen wie Schlafzimmer (Tür + Bett), Flure oder Durchgangsräume.
Drei oder mehr Schalter steuern eine Leuchte. Eingesetzt in langen Fluren, großen Wohnräumen oder Treppenhäusern mit mehreren Etagen.
Über Taster und einen zentralen Dimmer-Aktor kann die Helligkeit stufenlos reguliert werden. Ideal für Wohn- und Schlafzimmer. Bei KNX/Smart-Home-Systemen Standard.
Moderne Beleuchtung basiert fast ausschließlich auf LED-Technik. Die korrekte Auswahl des LED-Treibers ist entscheidend für Lebensdauer und Dimmbarkeit.
Jeder Raum hat spezifische Anforderungen an die Beleuchtung. Hier die wichtigsten Planungshinweise für die gängigsten Raumtypen.
Kombiniere Allgemeinbeleuchtung (Decke), Akzentbeleuchtung (Spots, indirekte Beleuchtung) und Funktionsbeleuchtung (Leselicht). Plane mindestens 2-3 separate Lichtkreise mit Dimmer-Möglichkeit.
Arbeitsflächenbeleuchtung unter Oberschränken ist Pflicht (500 lx). Zusätzlich allgemeine Deckenbeleuchtung und ggf. Stimmungslicht über dem Esstisch. Separate Stromkreise für Arbeits- und Ambientelicht.
Schutzbereiche strikt beachten! Spiegelbeleuchtung separat mit min. 300 lx. Allgemeinbeleuchtung feuchtraumgeeignet (IP44/IP65). Nachtlicht-Option mit gedimmtem Warmweiß empfehlenswert.
Eigener Stromkreis mit separatem FI-Schutzschalter (30 mA). IP44 oder höher für alle Außenleuchten. Bewegungsmelder für Eingänge und Wege. Gartenbeleuchtung mit 12V/24V SELV-System planen.