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Tools & Rechner 07.05.2026 · 7 Min. Lesezeit

Stückliste erstellen für Elektroinstallation: Manuell vs. Software

Stückliste Tools Planung

Eine vollständige Stückliste entscheidet über Marge oder Verlust eines Projekts. Wer manuell zählt, übersieht jedes 20. Bauteil — wer mit Software arbeitet, hat in Minuten eine prüfsichere BOM. Diese Anleitung zeigt den Weg zur perfekten Stückliste.

Warum Stücklisten kritisch sind

Kalkulation

Ohne präzise BOM keine belastbare Angebotskalkulation. Fehlende Posten fressen die Marge.

Materialbestellung

Eine zentrale Liste pro Projekt verhindert Doppel-Bestellungen und Engpässe auf der Baustelle.

Dokumentation

Für E-Check und Anlagendokumentation ist die BOM Teil der Pflichtdokumente.

Gewährleistung

Bei Defekten muss nachvollziehbar sein, welches Bauteil verbaut wurde — die Stückliste ist hier die Quelle.

Was eine gute Stückliste enthält

Mehr als nur Mengen — eine echte BOM dokumentiert alles, was später relevant ist.

Artikelnummer und Hersteller

Eindeutige Identifikation für Bestellung und Nachweis.

Menge

Mit Einheit (Stück, Meter, Set) und Reserve.

Einzelpreis und Gesamt

Aktueller Großhandelspreis und Listenpreis für Kalkulation.

Verbauort

Wo genau im Projekt — Raum, Stromkreis, Position.

Kategorie

Schutzorgane, Schaltgeräte, Leitungen, Installationsmaterial.

Lieferant

Bei mehreren Großhändlern: welcher liefert was am günstigsten?

Manuell vs. Software-generiert

Manuelle Stückliste

  • Keine Software nötig
  • Volle Kontrolle
  • Hoher Zeitaufwand (Stunden bis Tage)
  • Hohe Fehlerquote (5-10 %)
  • Bei Änderungen komplette Neukalkulation

Software-Stückliste

  • Generierung in Sekunden
  • Aktuelle Preise per Schnittstelle
  • Automatische Updates bei Änderungen
  • Software-Lizenz erforderlich
  • Einarbeitung in das Tool

Der ideale Stücklisten-Workflow

1. Installationsplan vollständig

Erst wenn jeder Strompfad, jede Steckdose und jedes Schaltgerät im Plan ist, lohnt die BOM.

2. Stückliste automatisch generieren

Software durchläuft alle Geräte und Verbindungen, summiert Mengen pro Artikel.

3. Reserve aufschlagen

5-10 % Reserve auf Verbrauchsmaterial wie Klemmen, Schrauben, Kabelreste.

4. Lieferanten vergleichen

Großhandel-Schnittstelle nutzen: gleicher Artikel oft unterschiedlich teuer.

5. Bestellung erzeugen

Stückliste direkt als Bestellung ans Großhändler-Portal — kein manuelles Abtippen.

Häufige Fehler beim BOM-Erstellen

Installationsmaterial vergessen

Klemmen, Dübel, Schrauben, Kabelbinder summieren sich. Wer das nicht erfasst, kalkuliert sich arm.

Reserve vergessen

Auf der Baustelle braucht es immer 5-10 % mehr — sonst muss nachbestellt werden.

Preise nicht aktuell

Kupferpreise schwanken stark. Wer mit alten Preislisten kalkuliert, verliert bei jeder Bestellung Geld.

Fazit: Software lohnt sich ab dem ersten Projekt

Manuelle Stücklisten sind heute nicht mehr zeitgemäß. Selbst kleine Betriebe sparen mit Software 5-10 Stunden pro Projekt — und kalkulieren am Ende präziser.

💡 Tipp: Achte auf Tools, die Großhandels-APIs (Sonepar, Famo, Rexel) direkt anbinden. Das spart pro Projekt eine weitere Stunde.

Stückliste automatisch erstellen

myElectricPlan erzeugt aus jedem Installationsplan automatisch die Stückliste mit Artikelnummern und Preisen. Großhandels-Schnittstellen inklusive.

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