Photovoltaikanlagen sind nachhaltig und wirtschaftlich. Die elektrotechnische Installation ist jedoch komplex. Dieser Ratgeber erklärt DC-Verkabelung, Wechselrichter, Stromspeicher und Netzanschluss.
Eine 10-kWp-PV-Anlage erzeugt ca. 9.000-10.000 kWh/Jahr. Bei 30 ct/kWh spart das ca. 2.700-3.000 € jährlich.
Wandeln Sonnenlicht in Gleichstrom (DC) um. Typische Leistungen: 350-450 Wp.
Wandelt DC-Strom in netzkonformen AC-Wechselstrom (230V/400V) um.
Speichert Überschussstrom für Abend-/Nachtstunden. Erhöht Eigenverbrauch auf 60-80%.
Misst Strombezug und Einspeisung. Wird vom Netzbetreiber installiert.
DC-Spannungen bis 1000V erfordern besondere Vorsicht und spezielles Material.
Der Wechselrichter speist ins Hausnetz ein. Die AC-Verkabelung muss für die volle Einspeiseleistung dimensioniert sein.
| Wechselrichterleistung | Anschlussart | Kabelquerschnitt |
|---|---|---|
| bis 5 kW | 1-phasig, 230V | 5x 6 mm² |
| 5-15 kW | 3-phasig, 400V | 5x 10 mm² |
| über 15 kW | 3-phasig, 400V | 5x 16 mm² oder größer |
PV-Anlagen sind blitzgefährdet. Ein mehrstufiges Überspannungsschutzkonzept (Typ 1 + Typ 2) ist Pflicht.
PV-Anlage beim Netzbetreiber anmelden. Prüfung ob das Netz die Einspeiseleistung verkraftet.
Der alte Stromzähler wird durch Zweirichtungszähler ersetzt.
Anlage durch Elektrofachkraft prüfen. Messprotokoll an Netzbetreiber übermitteln.
Jede PV-Anlage muss bei der Bundesnetzagentur registriert werden – sonst entfällt Einspeisevergütung!
Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch von 30 % auf 60-80 %.
Monitoring-System nutzen
Kontrolliere regelmäßig Ertrag und Fehlermeldungen.
Modulreinigung alle 2-3 Jahre
Eine Reinigung kann 5-10 % Mehrertrag bringen.
Wartungsvertrag abschließen
Jährlicher Check: Sichtprüfung, Anschlüsse, Isolationsmessung.
Eine PV-Anlage erzeugt über 25-30 Jahre sauberen Strom. Die Installation ist komplex und erfordert Fachkenntnisse.
Wichtig: PV-Anlagen müssen im Marktstammdatenregister angemeldet werden!