Erste Schritte: Account, Projekt und Grundriss
Bevor du planst, brauchst du einen Account, ein Projekt mit den Daten von Kunde und Auftragnehmer und einen Grundriss als Grundlage. Diese vier Schritte sind die Basis für alles Weitere.
Account erstellen
Öffne app.myelectricplan.com und klicke auf Registrieren. Im ersten Schritt gibst du E-Mail und Passwort ein, im zweiten Namen, Firma und Adresse. Alternativ meldest du dich mit Google an. Danach bestätigst du deine E-Mail-Adresse und landest direkt in deiner Projektübersicht.

Kostenlos starten: Alle Funktionen sind ohne Zeitlimit freigeschaltet. Im kostenlosen Tarif sind 15 Symbole je Grundriss, 15 Stromlaufplan-Knoten je Verteiler und 15 Geräte und Klemmen je Schaltschrank möglich. Gruppenadressen, Stromkreise, Stückliste und Prüfberichte haben kein Limit. Die Module Installationsplan, Stromlaufplan und Schaltschrank heben jeweils ihr eigenes Limit auf, das Bundle alle drei. Als Abo gilt das in allen Projekten, als Projektlizenz dauerhaft für ein einzelnes Projekt.
Neues Projekt anlegen
In der noch leeren Projektübersicht klickst du in der Mitte auf „Erstes Projekt erstellen“. Sobald es Projekte gibt, findest du dafür oben rechts den Button „Neues Projekt“. Du brauchst nur einen Projektnamen, alles andere ergänzt du später. Mit „Erstellen“ öffnet sich das Projekt sofort.
- Sobald du Projekte hast, siehst du über die Filter oben Projekte nach Status: in Bearbeitung, abgeschlossen oder archiviert.
- Beim ersten Start führt dich eine kurze Tour durch die Oberfläche. Weitere Touren findest du jederzeit links unter Tutorials.

Projektdaten hinterlegen
Im Tab Projekteinstellungen trägst du Kunde und Auftragnehmer mit Kontakt und Adresse ein. Die Dokumentation des Installationsplans und der Prüfbericht übernehmen diese Angaben bei jedem Export. Das Deckblatt des Stromlaufplans übernimmt den Auftragnehmer und die Adresse des Bauvorhabens nur einmal, beim ersten Öffnen des Stromlaufplans. Trag sie deshalb am besten gleich hier ein.

Grundriss hochladen
Im Tab Installationspläne lädst du deinen ersten Grundriss hoch. Vergib einen Namen, zum Beispiel Erdgeschoss, und zieh deinen Plan in das Upload-Feld.
- Erlaubt sind PNG, JPEG und PDF bis 5 MB.
- Bei mehrseitigen PDFs wählst du mit den Pfeilen die Seite aus, die du brauchst.
- Kein eigener Plan zur Hand? Mit „Demo-Grundriss“ probierst du alles an einem Beispiel aus.

Grundriss zuschneiden: Zieh direkt im Upload ein Rechteck über den Bereich, den du als Grundriss übernehmen willst. So fallen Planköpfe, Legenden und Ränder weg.
Installationsplan zeichnen
Auf dem Grundriss zeichnest du Räume ein und platzierst Symbole: Steckdosen, Schalter, Leuchten, Verteiler und mehr. Das ist das Herzstück deiner Planung, denn Stromkreise, Stückliste und Gruppenadressen bauen darauf auf.
Den Editor kennenlernen
Links liegt die Symbolbibliothek, in der Mitte dein Grundriss, unten die Werkzeugleiste. Oben findest du den Grundriss-Umschalter, den Export, den Zoom, die Grundriss-Einstellungen, die Ebenen und die Hilfe.
- Mit dem Mausrad zoomst du, mit gedrücktem Mausrad oder dem Werkzeug Verschieben (H) bewegst du die Ansicht.
- In den Grundriss-Einstellungen passt du die Symbolgröße an, fasst Symbole zusammen und blendest Stromkreise ein.

Maßstab setzen und Räume einzeichnen
Setze zuerst mit dem Werkzeug Maßstab (K) zwei Punkte auf eine bekannte Strecke und gib die echte Länge in Zentimetern ein. Danach zeichnest du mit dem Werkzeug Raum (R) jeden Raum nach: Ecken anklicken, mit Doppelklick oder Enter abschließen.
- Mit Maßstab berechnet die App Fläche und Umfang jedes Raums.
- Symbole, die in einem Raum liegen, gehören automatisch zu diesem Raum.
- Räume sind die Grundlage für die Stückliste nach Raum, die Stromkreisvorschläge, die Gruppenadressen und die Dokumentation mit einer Seite je Raum.

Saubere Räume sparen später Arbeit: Wer hier sorgfältig zeichnet, muss in Stromkreisen, Stückliste und Gruppenadressen nichts nachbessern.
Symbole platzieren
Die Symbole sind nach Kategorien geordnet: Erdung, Haushaltsgerät, Licht, Netzwerk, Schalter, Sensor, Sicherheit, Smart Home, Steckdose, Türsprechanlage, Verteiler und mehr. Zieh ein Symbol auf den Grundriss oder klicke es an und setze es mit jedem Klick erneut. Esc beendet das Setzen.
- Über die Suche findest du jedes Symbol in Sekunden. Häufig genutzte markierst du mit dem Stern als Favorit.
- Mit Einfach und Technisch wechselst du zwischen vereinfachter und DIN-gerechter Darstellung.
- Symbole rasten an anderen Symbolen, Raumwänden und Messlinien ein, Hilfslinien zeigen die Ausrichtung. Mit gedrückter Shift-Taste platzierst du frei.

Symbole bearbeiten
Klickst du ein Symbol an, öffnet sich rechts das Eigenschaften-Panel. Dort siehst du den Raum, drehst und skalierst das Symbol, trägst eine Montagehöhe ein und ordnest es einem Stromkreis zu. Auch die Zuordnung für die Gruppenadressen legst du hier fest.
- „Stromkreis hervorheben“ zeigt dir alle Symbole desselben Stromkreises auf dem Plan.
- Bei einem Verteiler-Symbol wählst du im Bereich Verteiler aus, welcher Verteiler des Projekts es ist, oder legst direkt einen neuen an.
- Mit Strg+G gruppierst du mehrere Symbole, zum Beispiel eine Doppelsteckdose mit Schalter.

Weitere Grundrisse anlegen
Jede Etage ist ein eigener Grundriss. Über das Plus neben dem Grundriss-Umschalter lädst du zum Beispiel das Obergeschoss hoch. Im Umschalter wechselst du zwischen den Grundrissen, änderst die Reihenfolge, benennst sie um oder ersetzt einen Plan.

Neuer Planstand vom Architekten? Mit „Grundriss ersetzen“ tauschst du nur das Bild aus. Räume und Symbole bleiben erhalten.
Ebenen, Hilfe und Tastenkürzel
Unter Ebenen (Y) blendest du Grundriss, Räume, Zeichnungen, Symbole, Kabel und Maße einzeln aus, machst sie blasser oder sperrst sie gegen versehentliches Verschieben. Mit dem Fragezeichen (?) öffnest du die Hilfe mit allen Werkzeugen und Tastenkürzeln, wahlweise für Windows oder Mac.

Tastenkürzel im Installationsplan
Installationsplan als PDF exportieren
Über Export wählst du zwischen zwei Varianten. Der Schnellexport legt den geöffneten Grundriss auf eine Seite, mit frei wählbarem Ausschnitt in DIN A4 oder A3. Die Dokumentation erzeugt ein mehrseitiges PDF für den Kunden.
- Inhalte der Dokumentation: Titelbild, Adressinformationen, Unterschriftsfelder, Stückliste und ein Abschlusstext.
- Unter Etagen wählst du, welche Grundrisse hinein sollen. Jeder Raum wird als eigene Seite ausgegeben.
- Darstellung: Einfach oder Technisch (DIN), wahlweise mit Raumnamen, Montagehöhen, Stromkreiszuordnungen und deinem Logo.

Stromkreise anlegen
Ein Stromkreis verbindet ein Schutzgerät im Verteiler mit den Symbolen auf deinem Plan. Er ist das Bindeglied zwischen Installationsplan, Stromlaufplan, Schaltschrank und Prüfbericht. Du legst ihn einmal an, alle anderen Bereiche greifen darauf zu.
Die Übersicht
Im Tab Stromkreise siehst du alle Stromkreise nach Verteiler gruppiert. Jede Karte zeigt die SK-Nummer, das Schutzgerät mit Betriebsmittelkennzeichnung, das Kabel und die zugeordneten Symbole. Über die Links springst du direkt zum Gerät im Schaltschrank oder im Stromlaufplan.

Stromkreise vorschlagen lassen
Der schnellste Weg: Klicke auf „Stromkreise vorschlagen lassen“. Die App bündelt die Symbole deiner Grundrisse nach Schutzgerät und Raum und schlägt fertige Stromkreise vor. Dabei zählen nur Symbole, deren Symboltyp eine vorgesehene Absicherung hat.
- Für jeden Grundriss wählst du den Verteiler, an dem die Stromkreise hängen. Die Auswahl gibt es nur, wenn schon ein Verteiler angelegt ist, etwa über ein Verteiler-Symbol im Installationsplan (Kapitel 02) oder im Tab Stromlaufpläne (Kapitel 04). Sonst entstehen die Stromkreise ohne Verteiler und du weist ihn später zu.
- Je Schutzgerät legst du fest, ob Symbole pro Raum oder einzeln zusammengefasst werden.
- In der Vorschau hakst du an, was wirklich angelegt werden soll, und benennst Stromkreise bei Bedarf um. Ein Klick auf ein Symbol zeigt es im Plan.
- Unter „Nicht berücksichtigt“ stehen Symbole, die schon zu einem Stromkreis gehören, und Symbole ohne vorgesehene Absicherung („Kein Gerät zugewiesen“). Ab Werk haben nur wenige Symboltypen eine, etwa Steckdose, Deckenleuchte, Herd und Durchlauferhitzer. Für andere, zum Beispiel die Waschmaschine, trägst du sie beim Symboltyp in der Projektbibliothek nach (Kapitel 09) oder legst den Stromkreis von Hand an.

Stromkreis bearbeiten
Ein Klick auf eine Karte öffnet den Stromkreis. Hier stellst du alles ein, was später in Stromlaufplan, Schaltschrank und Prüfbericht gebraucht wird. Mit „Neuer Stromkreis“ legst du einen Stromkreis auch komplett von Hand an. Solange es noch keinen gibt, heißt der Button „Stromkreis manuell anlegen“.
- Allgemein: Name, SK-Nummer (wird automatisch fortlaufend vergeben) und Verteiler. Notizen trägst du ganz unten im eigenen Abschnitt ein.
- Gerät: Kategorie wie Leitungsschutzschalter, FI/LS-Kombination oder Brandschutzschalter, dazu Polzahl, Charakteristik und Nennstrom. Du siehst sofort, ob das Gerät schon im Schaltschrank und im Stromlaufplan sitzt.
- Kabel: Leitungstyp und ob der Anschluss direkt oder über eine Klemme erfolgt.

Vorgesehene Absicherung: Einige Symboltypen bringen eine geplante Absicherung mit, zum Beispiel C25 2-polig für den Herd. Weicht dein Stromkreis davon ab, bekommst du einen Hinweis. Schließt du den Herd anders an, etwa mit C16 3-polig, änderst du die Vorgabe beim Symboltyp in der Projektbibliothek.
Symbole zuordnen
Mit „Symbole zuordnen“ öffnet sich der Grundriss direkt im Dialog. Wähle den Grundriss, klicke die passenden Symbole an und beende mit „Zuordnung beenden“. Umgekehrt geht es auch: Im Installationsplan wählst du ein Symbol aus und setzt im Panel rechts den Stromkreis.

Verteiler zuweisen und exportieren
Mehrere Stromkreise auf einmal bearbeitest du in der Tabellenansicht. Du schaltest sie oben rechts neben der Suche mit dem Listen-Symbol ein, auf dem Handy gibt es sie nicht. Dort markierst du die Zeilen und weist sie mit „Verteiler zuweisen“ gemeinsam einem Verteiler zu oder löschst sie. Über Export erstellst du eine Stromkreisliste als PDF oder CSV, in DIN A4 oder A3, mit oder ohne Notizen.

Stromlaufplan erstellen
Den Stromlaufplan baust du je Verteiler auf. Du setzt Geräte, das Layout mit Sammelschienen, Seiten und Querverweisen entsteht automatisch und aktualisiert sich bei jeder Änderung. Zeichnen musst du nichts.
Verteiler wählen oder anlegen
Öffne den Tab Stromlaufpläne. Oben links wählst du den Verteiler. Gibt es noch keinen, legst du ihn mit „Verteiler erstellen“ an, zum Beispiel als Hauptverteiler. Verteiler gelten im ganzen Projekt, Stromlaufplan, Schaltschrank, Stromkreise und Installationsplan nutzen dieselbe Liste.

Einspeisung aufbauen
In der Leiste oben wechselst du mit „Einfach“ und „Technisch“ zwischen den beiden Ansichten. In Einfach siehst du deinen Verteiler als Baum aus Karten. Klickst du auf den Verteiler, legst du Einspeiseart und Kabeltyp fest, zum Beispiel 5-polig TN-S. Geräte wie SLS-Schalter, Zähler, Überspannungsschutz und Hauptschalter erkennt die App als Einspeisekette und markiert sie mit „Einspeisung“.
- Dahinter verzweigen FI-Schutzschalter und Leitungsschutzschalter zu den Stromkreisen.
- Bei Geräten am Rand der Einspeisekette kannst du die Zuordnung zu Einspeisung oder Hauptstromkreis im Feld Sektion überschreiben. Bei den meisten Geräten, etwa Leitungsschutzschaltern, gibt es das Feld nicht.

Geräte aus der Bibliothek setzen
In der Bibliothek links findest du alle Geräte nach Bauform: Leitungsschutzschalter, Fehlerstromschutzschalter, Schütze, Relais, Klemmen, Netzteile, KNX-Geräte und mehr. Polzahl, Charakteristik und Nennstrom wählst du direkt per Klick, dann ziehst du das Gerät an seine Stelle.
- Beim Ziehen zeigt dir die App, wo das Gerät hinpasst, etwa „Auf die Sammelschiene“ oder „Unter … einfügen“.
- Per Rechtsklick auf ein Gerät fügst du darunter oder daneben weitere Geräte ein, kopierst oder löschst.
- Die Betriebsmittelkennzeichnung (BMK) wird automatisch vergeben und lässt sich ändern.

Geräte über den Abgleich übernehmen
Im Reiter Abgleich stehen alle Geräte des Projekts, die in diesem Stromlaufplan noch fehlen. Das sind die Schutzgeräte deiner Stromkreise und Geräte, die du schon im Schaltschrank gesetzt hast. Zieh sie in den Plan oder klicke sie an und dann auf die gewünschte Stelle. Ein Stromkreis taucht hier nur auf, wenn er diesem Verteiler zugewiesen ist (Kapitel 03).

Ein Gerät, viele Ansichten: Ein Leitungsschutzschalter ist im Stromkreis, im Stromlaufplan und im Schaltschrank dasselbe Gerät. Änderst du ihn an einer Stelle, stimmt er überall.
Technische Ansicht und Seiten
Mit Technisch wechselst du auf den normgerechten Plan auf DIN-Seiten. Sammelschienen L1, L2, L3, N und PE, Schutzgeräte, Klemmen, Kabel und Verbraucher werden automatisch angeordnet und auf Seiten verteilt.
- Seitenreihenfolge: Deckblatt, Stromkreisseiten, Kleinspannung, KNX, Klemmenplan, Kabelplan und KNX-Belegungsplan.
- Querverweise zwischen Seiten, Relaisspulen und Kontakten setzt die App selbst.
- Beim ersten Öffnen übernimmt das Deckblatt Auftragnehmer und Bauvorhaben aus den Projekteinstellungen, spätere Änderungen dort kommen hier nicht mehr an. Per Klick auf das Deckblatt passt du die Angaben an und ergänzt Revision, Zeichnungsnummer und dein Firmenlogo, das in allen deinen Exporten erscheint. Nur der Auftraggeber folgt immer den Projekteinstellungen.

Klemmenplan
Über Klemmenplan siehst du alle Klemmenleisten mit Kabel, Ader, Querschnitt, Verbraucher und Phase. Klemmenleisten entstehen, sobald du Klemmen setzt. Brücken zeichnest du direkt in der Tabelle ein.

Als PDF exportieren
Über Export wählst du DIN A4 oder A3 und die Verteiler, die ins PDF sollen. Du bekommst ein einziges PDF, darin beginnt jeder Verteiler mit einem Deckblatt und zählt seine Seiten ab 1. Frühere Exporte findest du unter „Letzte Exporte“.

Schaltschrank planen
Jeder Verteiler hat genau einen Schaltschrank. Du baust ihn in einer realistischen 3D-Ansicht auf, Feld für Feld und Reihe für Reihe, mit exakter Positionierung im TE-Raster.
Den Schrank im Überblick
Im Tab Schaltschränke wählst du oben links den Verteiler. Die Ansicht zeigt den Schrank mit allen Feldern, Hutschienen und Geräten. Unten rechts siehst du, wie viele Teilungseinheiten belegt sind und wie viel Reserve bleibt.

Reserve im Blick: DIN 18015-1 empfiehlt mindestens 20 Prozent freien Platz im Verteiler. Die Anzeige unten rechts zeigt dir die Reserve jederzeit an.
Felder anlegen
In einem leeren Schrank klickst du auf „Erstes Feld anlegen“. Weitere Felder setzt du über die Plus-Schaltflächen neben, über oder unter bestehende Felder. Für jedes Feld wählst du den Aufbau. Bei Hutschiene, Lochplatte und Leer legst du auch die Zahl der Reihen fest, Sammelschiene und Zählerplätze haben eine feste Belegung.
- Zur Wahl stehen Hutschiene, Sammelschiene, Zählerplatz eHZ, Zählerplatz 3-Punkt, Lochplatte und Leer.
- Felder verschiebst du am Griff „Feld“ und entfernst sie mit „Feld löschen“.

Geräte platzieren
Geräte aus Bibliothek oder Abgleich ziehst du direkt auf eine Reihe, oder du klickst sie an und dann auf die Stelle. Sie rasten im TE-Raster ein. Passt ein Gerät nicht, zeigt dir ein roter Schatten den Grund, etwa „Zu breit für diese Reihe“ oder „Braucht eine Hutschiene“.
- Im Abgleich stehen alle Geräte aus Stromkreisen und Stromlaufplan, die im Schrank noch fehlen.
- Mit den Pfeiltasten springst du von Gerät zu Gerät, Entf löscht, Esc bricht ab.

Geräte beschriften
Ein Klick auf ein Gerät öffnet rechts seine Angaben, zum Beispiel die Bezeichnung. Bei Klemmen legst du fest, zu welcher Klemmenleiste sie gehören. In den Schaltschrank-Einstellungen blendest du das TE-Raster und die BMK-Beschriftung ein oder aus.

Sicherungslegende
Die Sicherungslegende ist die Tabelle für die Schranktür. Leere Felder übernehmen den Text aus dem Stromkreis, was du einträgst, gilt nur für die Legende. Zeilen ziehst du am Griff in die gewünschte Reihenfolge oder lässt sie automatisch sortieren.
- Ein FI nimmt seine Geräte beim Verschieben mit.
- Geräte ziehst du in eine FI-Gruppe hinein oder heraus.

Aufbauplan und Legende exportieren
Über Export wählst du den Aufbauplan als PDF mit allen Hutschienen und Geräten oder die Sicherungslegende als PDF oder Excel. Dazu das Seitenformat und die Verteiler.

Stückliste nutzen
Die Stückliste entsteht automatisch aus deinem Projekt: aus den Symbolen im Installationsplan, den Geräten und Klemmen im Schaltschrank und den Kabeln, die du im Installationsplan zeichnest. Abtippen musst du nichts.
Automatisch gezählt
Öffne den Tab Stücklisten. Die Listen sind schon fertig und auf drei Reiter verteilt. Symbole zeigt Bezeichnung, Kategorie, Menge und Einheit für alle Symbole auf deinen Grundrissen. Geräte zählt alles, was du im Schaltschrank platziert hast, samt Klemmen. Kabel summiert je Kabeltyp die Länge der Kabel, die du im Installationsplan mit dem Werkzeug Kabel (W) zeichnest, dafür braucht der Grundriss einen Maßstab. Änderst du Plan oder Schrank, ändern sich die Listen mit.

Gruppieren und filtern
Über Gruppierung sortierst du die Symbole nach Kategorie, nach Raum, nach Grundriss oder zeigst eine flache Liste. Die Geräte gruppierst du nach Kategorie oder Verteiler oder zeigst sie ebenfalls flach. Mit der Suche und den Filtern findest du einzelne Positionen schnell. Gruppen lassen sich auf- und zuklappen und zeigen die Stückzahl.

Als CSV exportieren
Über Export lädst du die Liste des geöffneten Reiters als CSV herunter. Die Datei öffnest du direkt in Excel und gibst sie an Großhandel oder Kalkulation weiter.
Die Stückliste der Symbole steckt auch in der Dokumentation des Installationsplans. Dort erscheint sie als eigene Seite im PDF für den Kunden.
Prüfberichte erstellen
Zum Abschluss dokumentierst du die Prüfung der Anlage. Der Prüfbericht folgt dem Ablauf Besichtigen, Erproben, Messen und übernimmt deine Stromkreise direkt aus der Planung.
Bericht anlegen und Grundlage wählen
Im Tab Prüfberichte klickst du auf „Ersten Bericht erstellen“ oder „Neuer Bericht“. Der Bericht speichert sich beim Tippen selbst. Oben legst du die Prüfungsgrundlage fest.
- Prüfung nach DIN VDE 0100-600, DIN VDE 0105-100 oder DGUV Vorschrift 3.
- Art der Prüfung: Neuanlage, Erweiterung, Änderung, Instandsetzung oder Wiederholungsprüfung, dazu das Prüfintervall.
- Bei Wiederholungsprüfungen trägst du Datum und Nummer des letzten Berichts ein.

Allgemeine Angaben, Besichtigen und Erproben
In Abschnitt 1 erfasst du Prüfer, Prüfdatum, Anlagenart, Netzform, Netzbetreiber, Nennspannung und Nennfrequenz. In den Abschnitten 2 und 3 hakst du jeden Prüfpunkt mit i.O. oder n.i.O. ab. Eigene Prüfpunkte ergänzt du mit „Hinzufügen“.
- Abschnitt 4 dokumentiert die Durchgängigkeit des Potenzialausgleichs.
- Abschnitt 5 nimmt Erdungswiderstand und Grenzwert der Berührungsspannung auf.

Stromkreise übernehmen und messen
In Abschnitt 6 klickst du auf „Stromkreise übernehmen“. Bezeichnung, Leitungstyp, Leiterzahl, Querschnitt, Überstromschutz und RCD kommen direkt aus deinen Stromkreisen. Du trägst nur noch die Messwerte ein.
- Messwerte je Stromkreis: Schleifenimpedanz Zs, Kurzschlussstrom Ik, Isolationswiderstand, RCD-Auslösezeit, Berührungsspannung und Schutzleiterwiderstand.
- Über die Nummern oben springst du von Stromkreis zu Stromkreis.
- In Abschnitt 7 trägst du die verwendeten Messgeräte mit Kalibrierdatum ein.

Ergebnis festhalten und exportieren
In Abschnitt 8 wählst du das Prüfergebnis: bestanden, bedingt bestanden oder nicht bestanden. Dazu kommen die nächste Prüfung, die Prüfplakette und Bemerkungen. Abschnitt 9 nimmt die Angaben des Auftraggebers auf. Über Export erzeugst du das druckfertige Prüfprotokoll als PDF.

Das PDF enthält Unterschriftszeilen für Prüfer und Auftraggeber. Frühere Exporte bleiben unter „Letzte Exporte“ abrufbar.
KNX-Gruppenadressen erzeugen
Gruppenadressen musst du nicht mehr von Hand vergeben. Räume und Geräte kommen aus dem Installationsplan, die Adressen entstehen nach deinem Schema und gehen als XML in die ETS. Die Funktion ist kostenlos und ohne Limit.
Räume und Geräte
Öffne den Tab Gruppenadressen. Links unter Einheiten & Räume stehen deine Grundrisse und darunter die Räume, in denen ein Symbol mit Gewerk liegt. Jedes dieser Symbole erscheint dort als Gerät mit Gewerk und Variante. Das Gewerk bringt der Symboltyp mit, zum Beispiel Beleuchtung bei der Deckenleuchte, oder du wählst es im Installationsplan in den Eigenschaften des Symbols. Das Symbol muss dafür in einem eingezeichneten Raum liegen (Kapitel 02).
- Mit „Gewerk hinzufügen“ ergänzt du in einem Raum Geräte, die nicht auf dem Plan stehen.
- Eigene Einheiten legst du über „Einheit hinzufügen“ an. Räume legst du über „Raum hinzufügen“ an, das Feld erscheint, sobald du eine Einheit aufklappst.
- In der Spalte Erzeugte Gruppenadressen siehst du sofort das Ergebnis, etwa Schalten und Rückmeldung.

Adresskonfiguration
In der Adresskonfiguration legst du dein Schema fest: 3-stufig oder 2-stufig, und wonach Haupt- und Mittelgruppe sortiert werden, nach Gewerk, Raum oder Funktionen. Unter Adress-Benennung bestimmst du Trennzeichen und Reihenfolge der Namensbestandteile. Ein Beispiel zeigt dir sofort, wie Adresse und Name aussehen.

Adressen prüfen
Rechts siehst du alle Gruppenadressen als Baum. Die Nummern vergibt die App automatisch. Willst du eine Adresse festhalten, trägst du die Nummer ein oder pinnst sie. Doppelte Adressen werden markiert, damit du sie anpassen kannst.

Für die ETS exportieren
Über Export lädst du alle Gruppenadressen als XML im KNX-Format herunter und importierst sie in der ETS in dein Projekt. Die Datei enthält nur die Gruppenadressen mit Name und Adresse. Geräte und Parameter richtest du wie gewohnt in der ETS ein.
Gewerke, Varianten und Funktionen stammen aus deiner Projektbibliothek. Dort passt du sie an, wenn du andere Funktionen oder Benennungen brauchst.
Bibliothek und Verlauf
Zwei Werkzeuge, die dir im Alltag viel Zeit sparen: eigene Symbole und Geräte in der Bibliothek, und ein Verlauf, mit dem du jeden Schritt zurücknehmen kannst.
Projektbibliothek und Standardbibliothek
Die Projektbibliothek ist ein eigener Tab im Projekt, Änderungen dort gelten nur für dieses Projekt. Die Standardbibliothek erreichst du links in der Seitenleiste. Was du dort änderst, gilt für alle Projekte, die du danach anlegst. Bestehende Projekte behalten ihre Projektbibliothek, nur Änderungen an den Gruppenadressen bietet sie dir mit einem Hinweis zum Übernehmen an. Beide haben die Bereiche Symboltypen, Gerätetypen und Gruppenadressen.

Eigene Symbole anlegen
Mit „Symboltyp erstellen“ legst du ein eigenes Symbol an. Du lädst je ein SVG für die einfache und die technische Darstellung hoch und hinterlegst Montagehöhe, das Gewerk für die Gruppenadressen (Abschnitt KNX-Konfiguration) und die vorgesehene Absicherung. Eigene Felder legst du im Abschnitt „Zusätzliche Felder“ an, den es erst gibt, wenn du den gespeicherten Symboltyp wieder öffnest.
- Unter Gerätetypen passt du Varianten und Nennwerte der Geräte für Stromlaufplan und Schaltschrank an.

Rückgängig und Verlauf
Mit Strg+Z nimmst du jede Änderung im Projekt zurück, egal in welchem Tab. Strg+Y (Mac: ⌘+Shift+Z) stellt sie wieder her. Oben rechts zeigt dir das Menü die letzten Änderungen.
- Im Tab Projekteinstellungen unter Verlauf siehst du alle Änderungen nach Sitzungen gruppiert.
- Mit „Diesen Stand wiederherstellen“ springst du zu einem früheren Stand. Auch das lässt sich wieder rückgängig machen.



