Welcher Kabelquerschnitt passt, hängt von Strom, Absicherung, Verlegeart und Leitungslänge ab. Die Tabellen zeigen den Mindestquerschnitt für Kupferleitungen, erst nach Strom in Ampere, dann nach Leistung in Kilowatt. Den Strom berechnest du bei ohmscher Last einphasig mit I = P / 230 V und dreiphasig mit I = P / (√3 × 400 V). Den Spannungsfall für deine Leitungslänge prüfst du mit dem Rechner weiter unten.
Such die Zeile deiner Absicherung und lies den Mindestquerschnitt ab. In Klammern steht die Strombelastbarkeit der Leitung nach DIN VDE 0298-4.
| Absicherung (LS-Schalter) | 230 V einphasig | 400 V dreiphasig |
|---|---|---|
| 10 A | 1,5 mm² (16,5 A) | 1,5 mm² (15 A) |
| 16 A | 1,5 mm² (16,5 A) | 2,5 mm² (20 A) |
| 20 A | 2,5 mm² (23 A) | 2,5 mm² (20 A) |
| 25 A | 4 mm² (30 A) | 4 mm² (27 A) |
| 32 A | 6 mm² (38 A) | 6 mm² (34 A) |
| 40 A | 10 mm² (52 A) | 10 mm² (46 A) |
| 50 A | 10 mm² (52 A) | 16 mm² (62 A) |
| 63 A | 16 mm² (69 A) | 25 mm² (80 A) |
| Leistung | Strom | Absicherung | Mindestquerschnitt |
|---|---|---|---|
| 2 kW | 8,7 A | 10 A | 1,5 mm² |
| 3 kW | 13,0 A | 16 A | 1,5 mm² |
| 3,6 kW | 15,7 A | 16 A | 1,5 mm² |
| 4 kW | 17,4 A | 20 A | 2,5 mm² |
| 4,6 kW | 20,0 A | 20 A | 2,5 mm² |
Größere einphasige Geräte lässt die VDE-AR-N 4100 in der Regel nicht zu. Über 4,6 kVA schließt du dreiphasig an.
| Leistung | Strom | Absicherung | Mindestquerschnitt |
|---|---|---|---|
| 6 kW | 8,7 A | 10 A | 1,5 mm² |
| 9 kW | 13,0 A | 16 A | 2,5 mm² |
| 11 kW | 15,9 A | 16 A | 2,5 mm² |
| 12 kW | 17,3 A | 20 A | 2,5 mm² |
| 15 kW | 21,7 A | 25 A | 4 mm² |
| 18 kW | 26,0 A | 32 A | 6 mm² |
| 22 kW | 31,8 A | 32 A | 6 mm² |
| 30 kW | 43,3 A | 50 A | 16 mm² |
Beispiele: Eine Wallbox mit 11 kW braucht nach der Tabelle mindestens 2,5 mm², eine mit 22 kW mindestens 6 mm².
Mehr zu typischen Verbrauchern
Wann die Tabelle nicht reicht
In wärmegedämmten Wänden (Verlegeart A1 oder A2), bei Häufung oder höherer Umgebungstemperatur sinkt die Strombelastbarkeit. Dann rechnest du mit den Umrechnungsfaktoren aus DIN VDE 0298-4 neu. Bei Verlegeart C, also direkt auf oder in der Wand, liegt sie etwas höher. Die Bemessung bleibt Aufgabe einer Elektrofachkraft.
Tabellen und Rechner auf dieser Seite zeigen den Mindestquerschnitt ohne Reserve. Planst du spätere Erweiterungen oder läuft eine Dauerlast nahe an der Absicherung, nimm den nächstgrößeren Querschnitt.
Der Spannungsabfall sollte folgende Werte nicht überschreiten:
Beachte stets die geltenden Normen (VDE 0100, DIN 18015) und lass Elektroinstallationen von Fachleuten durchführen. Der Rechner dient nur der Orientierung.
Diese Einstellung wird für alle Berechnungen verwendet
Der Rechner berücksichtigt sowohl den Spannungsabfall als auch die Strombelastbarkeit und wählt den größeren dieser beiden Werte als empfohlenen Leitungsquerschnitt.
| Querschnitt (mm²) | Strombelastbarkeit (A) |
|---|
* Werte gelten für Kupferleiter bei 30°C Umgebungstemperatur
* Verlegung: B2 (Mehraderleitung im Elektroinstallationsrohr), zwei belastete Adern
| Querschnitt (mm²) | Strombelastbarkeit (A) |
|---|
* Werte gelten für Kupferleiter bei 30°C Umgebungstemperatur
* Verlegung: B2 (Mehraderleitung im Elektroinstallationsrohr), drei belastete Adern
Die in den Tabellen angegebenen Werte gelten für standardisierte Verlegearten. Je nach konkreter Installation können Korrekturfaktoren notwendig sein:
Wichtig: Im Zweifelsfall immer einen qualifizierten Elektrofachmann konsultieren!
Für 9 kW an 400 V Drehstrom nimmst du in der Regel 2,5 mm², also NYM-J 5×2,5 mm² mit 16-A-LS-Schalter, bei kurzer Leitung und Verlegeart B2. Je Außenleiter fließen rund 13 A. Einphasig wären es 39 A, weit über der Grenze von 4,6 kVA nach VDE-AR-N 4100. Bei langer Leitung oder Häufung prüfst du, ob 4 mm² nötig sind.
Für 12 kW an 400 V Drehstrom reicht in der Regel 2,5 mm² mit 20-A-LS-Schalter, bei kurzer Leitung, Verlegeart B2 und ohne Häufung. Je Außenleiter fließen rund 17,3 A. Der 20-A-LS-Schalter liegt dann genau an der Belastbarkeit von 2,5 mm². Liegt die Leitung gebündelt mit anderen, ist sie lang oder willst du Reserve, nimm 4 mm².
Für 20 A brauchst du in der Regel 2,5 mm² Kupfer, einphasig wie dreiphasig, bei Verlegeart B2 oder C, 30 °C und ohne Häufung. 1,5 mm² reicht für 20 A nicht. In wärmegedämmten Wänden, bei Häufung oder langen Leitungen brauchst du oft 4 mm² oder mehr. Den Spannungsfall prüfst du nach DIN VDE 0100-520.
Für 40 A brauchst du bei Verlegeart B2, also Leitung im Rohr, 10 mm² Kupfer, einphasig wie dreiphasig. Bei Verlegeart C, direkt auf oder in der Wand, reichen 6 mm². Das gilt für 30 °C, kurze Leitung und ohne Häufung. Bei langer Leitung oder Häufung rechnest du Spannungsfall und Umrechnungsfaktoren neu.
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