ETS ist Standard bei der KNX-Inbetriebnahme — aber teuer, komplex und für viele Projekte überdimensioniert. Diese Übersicht zeigt, welche Alternativen es gibt und wann sich der Wechsel oder die Ergänzung lohnt.
ETS hat einen Quasi-Monopolstatus und das spürt jeder Elektriker. Drei Hauptkritikpunkte tauchen immer wieder auf.
ETS Professional kostet über 1.000 € pro Lizenz. Für kleine Projekte ist das schwer zu rechtfertigen.
Wer ETS nicht regelmäßig nutzt, kämpft sich jedes Mal neu rein. Komplexe Gruppenadressen-Logik schreckt ab.
Die Bedienung wirkt aus den 2000ern. Moderne Tools sind deutlich produktiver.
Reine KNX-Programmierung erfordert ETS — aber bei Planung, Visualisierung und Logik gibt es starke Alternativen.
Tools wie myElectricPlan ergänzen ETS um vorgelagerte Planung: Welche Aktoren wo, welche Gruppenadressen-Struktur, welche Räume.
Node-RED, Home Assistant oder Edomi übernehmen komplexe Logik, die in ETS nur mühsam abbildbar ist.
Anstatt teurer KNX-Visus: ioBroker, Home Assistant, Loxberry — flexibel und meist günstiger.
Einige Hersteller bieten eigene Tools für Inbetriebnahme ohne ETS (z.B. MDT). Lohnt sich vor allem bei einfachen Anlagen.
ETS Lite (kostenlos bis 20 Geräte) plus Planungs-Tool für Gruppenadressen reicht oft. Bei mehr Geräten: ETS Professional kaufen oder Subscription.
ETS Professional plus separates Visualisierungs-Tool und Logik-Engine. Aufgabentrennung spart langfristig Zeit.
ETS für Buskommunikation, Edomi oder Logikserver für Szenen und Automatik, ioBroker für Visualisierung. Hybride Setups sind hier oft am stärksten.
Plane vorher außerhalb von ETS
Räume, Geräte und Gruppenadressen erst in einem Planungs-Tool durchgehen. ETS ist zum Programmieren da, nicht zum Brainstormen.
Dokumentation trennen
Nutze ein externes Tool für Klemmenplan, Aktorenliste und Verkabelung. ETS ist dafür ungeeignet.
Visualisierung getrennt halten
Visu-Software entkoppelt KNX-Logik von der Bedienoberfläche. Ein Wechsel ist später einfacher.
Für die KNX-Programmierung bleibt ETS gesetzt. Aber drumherum gibt es jede Menge Tools, die deine Arbeit beschleunigen — von der Planung bis zur Visualisierung.
💡 Tipp: Trenne strikt zwischen Planung, Programmierung und Visualisierung. Jede Disziplin hat ihr eigenes Best-Tool.
Mit myElectricPlan planst du KNX-Räume, Aktoren und Gruppenadressen vor der ETS-Programmierung. Spart Stunden und reduziert Fehler.
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