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Tools & Rechner 07.05.2026 · Aktualisiert: 24.07.2026 · 10 Min. Lesezeit

Die beste Elektroplanung-Software 2026: ePLAN, hagercad, WSCAD & Co. im Vergleich

Software Tools Planung

Die beste Elektroplanung-Software hängt vom Einsatz ab: Für Industrie und Anlagenbau ist ePLAN Electric P8 der Standard, für den Verteilerbau hagercad, für die browserbasierte Komplettplanung von Installationsplan bis KNX myElectricPlan ab 9 €/Monat. Dieser Vergleich zeigt die wichtigsten Tools 2026 mit Preisen, Stärken und Grenzen – und welches zu deinem Betrieb passt.

Die Marktübersicht: Wer macht was

Der Markt teilt sich in drei Lager: schwere CAD-Pakete für Industrie und Anlagenbau, mittlere Werkzeuge für Elektrobetriebe und schlanke Web-Tools für Gebäudeinstallation und Bauherren.

Tool Zielgruppe Lizenz Stärken Preis
ePLAN Electric P8 Industrie / Anlagenbau Kauf + Wartung Tiefe Engineering-Funktionen, Datenbankanbindung Auf Anfrage, typ. mehrere Tausend €/Jahr
WSCAD Maschinenbau / SPS Modulkauf ECAD, Klemmen, Kabelpläne Lizenz/Abo, auf Anfrage
ProCAD elcad Mittlere Industrie Concurrent-User EVU-Anschlüsse, Schaltpläne Auf Anfrage
hagercad Elektriker / Verteilerbau Registrierung Hager-Komponenten, Schaltschrank-Aufbau Kostenlos
JETPLAN Handwerk / schnelle Installationspläne Web / Abo Grundriss-Upload, sehr flacher Einstieg, Stücklisten Abo, kostenlos testbar
Electro Planner Bauherren / Verteiler-Vorplanung Web Automatische LS/FI-Auswahl, Verteileransicht, PDF-Export Kostenlos
myElectricPlan Gebäudeinstallation, KMU, Bauherr Web / Abo Installationsplan, Stromlauf, Schaltschrank in einem Ab 9 €/Monat, Komplettpaket 39 €/Monat

Was kostet Elektroplanung-Software?

Die Preisspanne ist enorm: Kostenlose Tools wie Electro Planner oder hagercad decken Teilbereiche ab. Browserbasierte Komplett-Tools wie myElectricPlan starten bei 9 €/Monat pro Modul, das Komplettpaket mit allen Modulen kostet 39 €/Monat – ohne Installation und ohne Wartungsvertrag. Klassische CAD-Suiten wie ePLAN Electric P8 oder WSCAD liegen typischerweise bei mehreren Tausend Euro pro Jahr, plus Schulungs- und Wartungskosten.

Rechne neben der Lizenz immer die Einarbeitung mit: Ein Tool, das du an einem Abend beherrschst, ist im Betriebsalltag oft günstiger als eine mächtigere Lösung, die wochenlange Schulung braucht.

Worauf du beim Vergleich achten solltest

Nicht jede Funktionsliste ist im Alltag relevant. Diese sechs Kriterien entscheiden, ob du mit der Software produktiv wirst.

Lernkurve

Web-Tools sind in Stunden produktiv, klassische CAD-Programme brauchen Wochen bis Monate Einarbeitung.

Lizenzkosten

Achte auf versteckte Kosten: Wartungsverträge, Concurrent-User, Modul-Aufpreise. Subscription-Modelle haben planbarere Kosten.

Symbolbibliothek

DIN EN 60617 ist Pflicht. Prüfe, ob herstellerspezifische Bibliotheken (ABB, Hager, Siemens) verfügbar sind.

Stromlaufplan-Automatik

Ein gutes Tool generiert das Layout des Stromlaufplans automatisch aus der Topologie der Anlage. Jeden Plan von Hand zu zeichnen kostet sonst Stunden.

Schaltschrank-Aufbau

Aufbauplan mit Hutschienen-Layout, Klemmenplan, Stücklisten-Export sind heute Standard.

Exporte und Schnittstellen

PDF, DXF, GAEB-Export, Großhändler-Anbindung (Sonepar, Famo) ersparen viel Tipparbeit.

Welche Software für welchen Betrieb?

Einzelelektriker und 3-10-Mann-Betriebe

Cloud-Tools wie myElectricPlan sind hier meist die schnellste und günstigste Option. Keine IT, keine Updates, sofort einsatzbereit.

Mittelständische Elektrobetriebe

hagercad oder ProCAD elcad bieten den richtigen Funktionsumfang. Bei viel Verteilerbau lohnt sich hagercad besonders.

Industrie und Anlagenbau

ePLAN Electric P8 oder WSCAD sind hier gesetzt. Multi-User, Datenbankanbindung und SPS-Integration rechtfertigen die hohen Lizenzkosten.

Häufige Fehler bei der Software-Auswahl

Funktionen kaufen, die nie genutzt werden

Eine 5.000-€-Lizenz lohnt sich nicht, wenn du nur Wohnungsinstallation planst. Wähle nach Bedarf, nicht nach Feature-Liste.

Lernkurve unterschätzen

ePLAN und Co. brauchen Schulungen. Plane diese Zeit ein oder wähle ein einfacheres Tool, wenn keine Zeit für Training da ist.

Kein Test mit realem Projekt

Lass dir keine Standard-Demo zeigen. Teste mit einem deiner typischen Projekte vom Aufmaß bis zum Schaltschrank.

Fazit: Software muss zum Betrieb passen, nicht umgekehrt

Schwere CAD-Pakete sind für Industrie. Für Gebäudeinstallation und Handwerksbetriebe lohnen sich moderne Web-Tools fast immer mehr. Wer zwischen Privatkunde und Gewerbe wechselt, sollte ein Tool wählen, das beide Welten abdeckt.

💡 Tipp: Teste zwei oder drei Lösungen mit einem realen Projekt, bevor du dich festlegst.

Häufige Fragen

Welche Elektroplanung-Software ist die beste für kleine Elektrobetriebe?

Für Betriebe mit 1–10 Mitarbeitern sind browserbasierte Tools meist die beste Wahl, weil sie ohne CAD-Vorkenntnisse nutzbar sind. myElectricPlan ist dabei das durchgängigste Tool (Installationsplan, Stromlaufplan, Schaltschrank und KNX in einem), JETPLAN eine schlanke Alternative für reine Installationspläne.

Gibt es kostenlose Software für Elektroplanung?

Ja: Electro Planner ist komplett kostenlos, hagercad nach Registrierung ebenfalls, und myElectricPlan lässt sich kostenlos testen. Für den professionellen Dauereinsatz lohnt sich in der Regel eine Bezahlversion mit Support und Updates.

Brauche ich als Elektriker ePLAN oder WSCAD?

Für Gebäude-Elektroinstallationen in der Regel nicht: Beide sind auf Schaltanlagen- und Maschinenbau ausgelegt. Preis und Einarbeitungszeit stehen bei EFH- und Sanierungsprojekten in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Was kostet Elektroplanung-Software?

Von kostenlos (Electro Planner, hagercad) über 9–39 €/Monat für browserbasierte Tools wie myElectricPlan bis zu mehreren Tausend Euro pro Jahr für Industrie-CAD wie ePLAN oder WSCAD.

Kann ich KNX ohne ETS planen?

Die Planung mit Geräten und Gruppenadressen geht z. B. in myElectricPlan komplett ohne ETS. Für die Inbetriebnahme wird das Projekt als ETS-Vorlage exportiert – die Programmierung läuft weiterhin über die ETS.

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